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  • Текст песни Klaus Kinski - GOETHE Monolog des Faust

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    Den Göttern gleich ich nicht! zu tief ist es gefühlt;
    Dem Wurme gleich ich, der den Staub durchwühlt,
    Den, wie er sich im Staube nährend lebt,
    Des Wandrers Tritt vernichtet und begräbt.

    Ist es nicht Staub, was diese hohe Wand
    Aus hundert Fächern mit verenget?
    Der Trödel, der mit tausendfachem Tand
    In dieser Mottenwelt mich dränget?
    Hier soll ich finden, was mir fehlt?
    Soll ich vielleicht in tausend Büchern lesen,
    Daß überall die Menschen sich gequält,
    Daß hie und da ein Glücklicher gewesen? –
    Was grinsest du mir, hohler Schädel, her?
    Als daß dein Hirn, wie meines, einst verwirret
    Den leichten Tag gesucht und in der Dämmrung schwer,
    Mit Luft nach Wahrheit, jämmerlich geirret.
    Ihr Instrumente freilich spottet mein,
    Mit Rad und Kämmen, Walz und Bügel:
    Ich stand am Tor, ihr solltet Schlüssel sein;
    Zwar euer Bart ist kraus, doch hebt ihr nicht die Riegel.
    Geheimnisvoll am lichten Tag
    Läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben,
    Und was sie deinem Geist nicht offenbaren mag,
    Das zwingst du ihr nicht ab mit Hebeln und mit Schrauben.
    Du alt Geräte, das ich nicht gebraucht,
    Du stehst nur hier, weil dich mein Vater brauchte.
    Du alte Rolle, du wirst angeraucht,
    Solang an diesem Pult die trübe Lampe schmauchte.
    Weit besser hätt ich doch mein Weniges verpraßt,
    Als mit dem Wenigen belastet hier zu schwitzen!
    Was du ererbt von deinem Vater hast,
    Erwirb es, um es zu besitzen.
    Was man nicht nützt, ist eine schwere Last,
    Nur was der Augenblick erschafft, das kann er nützen.

    Doch warum heftet sich mein Blick auf jene Stelle?
    Ist jenes Fläschchen dort den Augen ein Magnet?
    Warum wird mir auf einmal lieblich helle,
    Als wenn im nächt'gen Wald uns Mondenglanz umweht?

    Ich grüße dich, du einzige Phiole,
    Die ich mit Andacht nun herunterhole!
    In dir verehr ich Menschenwitz und Kunst.
    Du Inbegriff der holden Schlummersäfte,
    Du Auszug aller tödlich feinen Kräfte,
    Erweise deinem Meister deine Gunst!
    Ich sehe dich, es wird der Schmerz gelindert,
    Ich fasse dich, das Streben wird gemindert,
    Des Geistes Flutstrom ebbet nach und nach.
    Ins hohe Meer werd ich hinausgewiesen,
    Die Spiegelflut erglänzt zu meinen Füßen,
    Zu neuen Ufern lockt ein neuer Tag.

    Ein Feuerwagen schwebt, auf leichten Schwingen,
    An mich heran! Ich fühle mich bereit,
    Auf neuer Bahn den Äther zu durchdringen,
    Zu neuen Sphären reiner Tätigkeit.
    Dies hohe Leben, diese Götterwonne!
    Du, erst noch Wurm, und die verdienest du?
    Ja, kehre nur der holden Erdensonne
    Entschlossen deinen Rücken zu!
    Vermesse dich, die Pforten aufzureißen,
    Vor denen jeder gern vorüberschleicht!
    Hier ist es Zeit, durch Taten zu beweisen,
    Das Manneswürde nicht der Götterhöhe weicht,
    Vor jener dunkeln Höhle nicht zu beben,
    In der sich Phantasie zu eigner Qual verdammt,
    Nach jenem Durchgang hinzustreben,
    Um dessen engen Mund die ganze Hölle flammt;
    In diesem Schritt sich heiter zu entschließen,
    Und wär es mit Gefahr, ins Nichts dahin zu fließen.

    Nun komm herab, kristallne reine Schale!
    Hervor aus deinem alten Futterale,
    An die ich viele Jahre nicht gedacht!
    Du glänzetst bei der Väter Freudenfeste,
    Erheitertest die ernsten Gäste,
    Wenn einer dich dem andern zugebracht.
    Der vielen Bilder künstlich reiche Pracht,
    Des Trinkers Pflicht, sie reimweis zu erklären,
    Auf einen Zug die Höhlung auszuleeren,
    Erinnert mich an manche Jugendnacht.
    Ich werde jetzt dich keinem Nachbar reichen,
    Ich werde meinen Witz an deiner Kunst nicht zeigen.
    Hier ist ein Saft, der eilig trunken macht;
    Mit brauner Flut erfüllt er deine Höhle.

    Den Göttern gleich ich nicht! zu tief ist es gefühlt;
    Dem Wurme gleich ich, der den Staub durchwühlt,
    Den, wie er sich im Staube nährend lebt,
    Des Wandrers Tritt vernichtet und begräbt.

    Ist es nicht Staub, was diese hohe Wand
    Aus hundert Fächern mit verenget?
    Der Trödel, der mit tausendfachem Tand
    In dieser Mottenwelt mich dränget?
    Hier soll ich finden, was mir fehlt?
    Soll ich vielleicht in tausend Büchern lesen,
    Daß überall die Menschen sich gequält,
    Daß hie und da ein Glücklicher gewesen? -
    Was grinsest du mir, hohler Schädel, her?
    Als daß dein Hirn, wie meines, einst verwirret
    Den leichten Tag gesucht und in der Dämmrung schwer,
    Mit Luft nach Wahrheit, jämmerlich geirret.
    Ihr Instrumente freilich spottet mein,
    Mit Rad und Kämmen, Walz und Bügel:
    Ich stand am Tor, ihr solltet Schlüssel sein;
    Zwar euer Bart ist kraus, doch hebt ihr nicht die Riegel.
    Geheimnisvoll am lichten Tag
    Läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben,
    Und was sie deinem Geist nicht offenbaren mag,
    Das zwingst du ihr nicht ab mit Hebeln und mit Schrauben.
    Du alt Geräte, das ich nicht gebraucht,
    Du stehst nur hier, weil dich mein Vater brauchte.
    Du alte Rolle, du wirst angeraucht,
    Solang an diesem Pult die trübe Lampe schmauchte.
    Weit besser hätt ich doch mein Weniges verpraßt,
    Als mit dem Wenigen belastet hier zu schwitzen!
    Was du ererbt von deinem Vater hast,
    Erwirb es, um es zu besitzen.
    Was man nicht nützt, ist eine schwere Last,
    Nur was der Augenblick erschafft, das kann er nützen.

    Doch warum heftet sich mein Blick auf jene Stelle?
    Ist jenes Fläschchen dort den Augen ein Magnet?
    Warum wird mir auf einmal lieblich helle,
    Als wenn im nächt'gen Wald uns Mondenglanz umweht?

    Ich grüße dich, du einzige Phiole,
    Die ich mit Andacht nun herunterhole!
    In dir verehr ich Menschenwitz und Kunst.
    Du Inbegriff der holden Schlummersäfte,
    Du Auszug aller tödlich feinen Kräfte,
    Erweise deinem Meister deine Gunst!
    Ich sehe dich, es wird der Schmerz gelindert,
    Ich fasse dich, das Streben wird gemindert,
    Des Geistes Flutstrom ebbet nach und nach.
    Ins hohe Meer werd ich hinausgewiesen,
    Die Spiegelflut erglänzt zu meinen Füßen,
    Zu neuen Ufern lockt ein neuer Tag.

    Ein Feuerwagen schwebt, auf leichten Schwingen,
    An mich heran! Ich fühle mich bereit,
    Auf neuer Bahn den Äther zu durchdringen,
    Zu neuen Sphären reiner Tätigkeit.
    Dies hohe Leben, diese Götterwonne!
    Du, erst noch Wurm, und die verdienest du?
    Ja, kehre nur der holden Erdensonne
    Entschlossen deinen Rücken zu!
    Vermesse dich, die Pforten aufzureißen,
    Vor denen jeder gern vorüberschleicht!
    Hier ist es Zeit, durch Taten zu beweisen,
    Das Manneswürde nicht der Götterhöhe weicht,
    Vor jener dunkeln Höhle nicht zu beben,
    In der sich Phantasie zu eigner Qual verdammt,
    Nach jenem Durchgang hinzustreben,
    Um dessen engen Mund die ganze Hölle flammt;
    In diesem Schritt sich heiter zu entschließen,
    Und wär es mit Gefahr, ins Nichts dahin zu fließen.

    Nun komm herab, kristallne reine Schale!
    Hervor aus deinem alten Futterale,
    An die ich viele Jahre nicht gedacht!
    Du glänzetst bei der Väter Freudenfeste,
    Erheitertest die ernsten Gäste,
    Wenn einer dich dem andern zugebracht.
    Der vielen Bilder künstlich reiche Pracht,
    Des Trinkers Pflicht, sie reimweis zu erklären,
    Auf einen Zug die Höhlung auszuleeren,
    Erinnert mich an manche Jugendnacht.
    Ich werde jetzt dich keinem Nachbar reichen,
    Ich werde meinen Witz an deiner Kunst nicht zeigen.
    Hier ist ein Saft, der eilig trunken macht;
    Mit brauner Flut erfüllt er deine Höhle.

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